dsc_1288-mediumMarcel Kremer und Andre Noy haben zum zweiten Lauf der deutschen Meisterschaft nach Düren eingeladen. Das Gelände eignet sich sehr gut für F5D Veranstaltungen, weit und breit steht nichts im Weg. Außerdem ist er toll angelegt und hat seinen ganz eigenen Charme. Im Vorfeld wurde bereits klar, dass dieser Wettbewerb dank Teilnehmern  aus Belgien, den Niederlanden, Tschechien und der Schweiz schon fast eine kleine EM wird.

Nach der Ankunft am Freitagabend bereitet Jens das B-Modell zum „kennen lernen“ des Geländes vor. Bereits 35 Sekunden nach dem Start geht der Motor aus – Was war das?! Ok, es ist 18.30Uhr und wir haben immer noch gut 32 Grad – zuviel für den gequälten Regler?! Das ist nicht gerade beruhigend – hat dieses Setup doch 3 Tage zuvor bei ähnlichem Wetter prima funktioniert und gute Speeds auf der Radar-Gun abgeliefert… Also muss auch sofort das A-Modell, mit ARC  Motor getestet werden, um zu sehen ob der Regler auch die Grätsche macht. Zum Glück lief er brav durch und der Puls senkte sich wieder.

Christoph hat sich das ganze Treiben erstmal in Ruhe angeschaut bevor er „Sissy“ (sein neuer knall-pinker Kampf-Avionik ebenfalls mit ARC -Motor) an die frische Luft ließ. Bei ihm lief alles ohne Probleme ab – wobei er seiner heißen Sissy über Nacht sicherheitshalber Kühleinlässe für den Motor spendierte.

Die Orga-Crew kündigte den Wettbewerbsstart für  Samstag 9.30Uhr an. So konnten wir beruhigt den Heimweg antreten und quasi „ausschlafen“! 😀 Köln/ Düren ist eben ein Katzensprung, bätsch!

Wir haben uns im Team nach dem ersten F5D Wettbewerb in Herzebrock zusammengesetzt um Verbesserungen und Ziele für Düren zu planen. Das Ziel #1 schien vollkommen erreicht: Aschenbecher standen auf dem Fahrerlagertisch, Mülltüten hingen am Pavillon und alle waren gechillter Laune! So kann ja eigentlich nix mehr schief gehen. 😉

Die Gruppenverteilung sollte unserem 4 ´er Team ein ziemlich entspanntes coachen und Fliegen ermöglichen.

Wie immer startet die erste Gruppe in der Limited-Klasse, um den Winktieren und den Zeitnehmern eine kurze Eingewöhnungsphase zu ermöglichen. Diese war aber relativ kurz, denn bereits in der zweiten Gruppe ging es direkt mit den „Killern“ weiter. Dass Rene Dzida in dieser Gruppe mitfliegt, würde auch ein Blinder sofort bemerken. Sein Avionik erzeugt ab der dritten Runde ein sehr eigenwilliges Geräusch. Normalerweise heißt es: Gas raus, der ist kurz vorm Flattern! Aber Renes Kommentar zum Flieger: „Wenn er das nicht macht, bin ich nicht schnell!“ Der Flieger hätte auch prima zur WM nach Südafrika gehen können, um den dortigen „Vuvuzelas“ mal ordentlich Konkurrenz zu machen.

Marcel Kremer und Christian Hanke setzten dieser Gruppe noch die Krone auf. TIEFE 50 Zeiten waren hier „state of the art“ oder besser ein „must have“ um vorne mitzufliegen. Wow, das macht wirklich Spaß beim Zuschauen.

3. Gruppe: Jens ist an der Reihe und legt eine „sichere 68“ hin, was zwar nicht wirklich der Kracher, aber angesichts der immer extremer werdenden Außentemperaturen und kleinem Propeller, ok ist.

In Gruppe 4 (Limited) folgt Kai, der ein wenig eingeschüchtert durch eine vorgelegte 95,1 von Gruni wirkt. Aber er bleibt mit 96,3 direkt dran und grinst wieder.

Jetzt fehlen nur noch Chris und Jörg. Chris flog in Gruppe 6 und beendete seinen lauf nach 67,6 Sekunden, allerdings mit einem Cut an Pylon 3 – schade! Der Limiter sprach nicht an und die Zeit macht Hoffnung auf mehr… da geht noch was! Um den ersten Lauf abzuschließen wurde Jörg noch 69,0 sek lang von „Drillsergeant Jens“  angebrüllt.

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Kurz – es schien alles rund zu laufen! Aber es wurde warm, heiß, heißer – knapp 35Grad im Schatten und das schon um 11Uhr morgens. Dies sorgte bei einigen für gequälte und müde Gesichter. Es wurden neue Gesetze in Stein gemeißelt:

Regel Nr. 1: Wenig bewegen

Regel Nr. 2: Nur im Schatten aufhalten

Regel Nr. 3: Jede Std. mind. 1 L Wasser trinken

Regel Nr. 4: Die Stirn nicht eincremen, sonst brennt nicht der Motor durch, sondern die Augen!


Alle hielten sich brav an die goldenen 4 Regeln und es gab auf dem gesamten Wettbewerbsgelände keinen Kreislaufkollaps. Ein fettes Dankeschön an dieser Stelle noch mal von uns an die Helfer des Vereins. Bei der Hitze gibt es für euch sicher schönere Plätzchen ….

Nach 7 sehenswerten Durchgängen wurde gegen 17.00 Uhr der erste Tag beendet und der gemütliche Teil der Veranstaltung konnte beginnen. Unsere Fußballmannschaft wurde unterstützt und 1-2 kleine, kühle Blonde sorgten dann trotz Hitze (immer noch!) bei allen für zufriedene Gesichter.

Eigentlich wollten wir am Platz Zelten, eine Unwetterwarnung und der lange Tag in der brüllenden Hitze sorgte zwar für starkes Verlangen nach einer kalten Dusche, aber lieber aus einer Heimischen und erstrecht nicht in Verbindung mit Sturmböen unter freiem Himmel.


Gut ausgeschlafen (was bei allen Hotelschläfern leider durch die Hitze und durchs Hotelzimmer fahrende Feuerwehrautos nicht der Fall war) trafen wir Sonntagmorgen wieder auf dem schönen Gelände ein.

Jens, Jörg und Chris flogen Samstag ohne einen 200 und setzten für die letzten beiden Durchgänge am Sonntag alles auf eine Karte.

Jens flog sauber, mit 60,7 sek sogar eine neue PB. Chris holte ebenfalls bereits in seinem 1. Lauf an diesem Tag seine PB mit 64,5 sek und flog gleich im 2. Lauf noch eine 61,5, allerdings leider mit zwei Klappen , also ohne Wertung  (Wer nicht hören will…) Er freute sich aber trotzdem über eine neue PB und peilt für Nördlingen eine deutliche Verbesserung an.

Jörg hatte zum ersten Mal bei einem Wettbewerb (!) ein technisches Problem. Im 8. Lauf musste er leider abrechen, also nächste Runde wieder save fliegen und schön den siebten  Platz nach Hause schaukeln. Trotzdem konnte er in diesem Wettbewerb seine PB auf 61,4sek steigern.


Kai lieferte sich mit Thomas „Gruni“ eine richtig schöne Zeitenschlacht in der Limited Klasse, aber diesmal musste er sich mit Platz 2 geschlagen geben. Für die anderen ist es natürlich nicht schlecht, so muss der Meister im Limited in Nördlingen ermittelt werden – das verspricht Spannung, denn Kai hat ein klares Ziel: Deutscher Meister 2010! Wer hat die stärkeren Nerven: Gruni oder Kai?

Für Thomas war es übrigens sein erster Sieg – hierzu möchten wir ihm ganz herzlich gratulieren, es war wirklich top geflogen und ein klasse Sieg!

In der Deutschen Meisterschaftswertung Schnitt unser Team sehr gut ab!

F5D:

4. Platz : Jörg

5. Platz:: Jens

7. Platz : Christoph

Limited:

2. Platz: Kai

 


Die zweite Startergruppe im F5D hielt das Siegertreppchen fest in ihrer Hand: Platz 1 Marcel Kremer, Platz 2 Rene Dzida und Platz 3 Christian Hanke (SUI)

Nördlingen wird also wieder ein schöner Showdown für alle. Was erwartet uns dieses Mal? Hoffentlich nur der allseits bekannte Nebel… oder wird es Schneien?

Eure Kölner

Jens & Chris

PS: An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an:
– Fabian und Lise fürs Knipsen
– Steffy und  Bibi  für die redaktionelle Unterstützung und
für das Aushalten der Freakshow

– Unserem Verein   LSC  BAYER LEVERKUSEN  für die Unterstüzung

Posted on Juli 13th, 2010 | filed under F5D |

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