IMG-20190527-WA0047Bericht von Jens G.
Vorwort: 2011 hat der MfG Pulheim ein “F5B Meeting for friends” organisiert (KT Bilder) das hab ich mir angeschaut aber war nicht wirklich davon überzeugt, da es gegenüber F5D doch recht chillig vorwärts geht. Die Aufteilung in 3 Flugaufgaben fand ich aber sehr interessant und ab und zu einen sportlich Motorisierten Thermikflieger zu bewegen, konnte ich mir auch gut vorstellen. Christian U. flog beim Meeting “seinen” Tesla (Eigenbauprojekt-PB 45 Strecken ) und über Kontronik kannte man sich. Ein paar Monate später flog ein F5D Avionik in Richtung Stuttgart und der F5B-Tesla mit Antrieb (Kontronik Kira 6s Fai, Powerjive 120 an einem Eigenbaupropeller ) landete im Kölner Raum. Ich habe den Flieger im Anschluss bis 2014 für Demoflüge auf Messen oder Veranstaltungen für Kontronik /Gens ace eingesetzt. Innerhalb des Kölleteams stößt man mit F5B leider auf taube Ohren. Im Anschluss wurde der Tesla vom Keller-Wurmloch verschluckt. Es verging Zeit, wie es der Zufall wollte landetet die Teaser Flügel Form in unser Truppe (2015 )Christian K. liebäugelt auch immer wieder mit F5B (fliegt aktuell RW2b ) ,er hat die Form erworben und einen Flieger gebaut (Wie mein Tesla mit 6s U-Boot Rumpf ). Kai hat diesen zeitnah ausgerüstet und geflogen. Allerdings hat bei Kai auch kein wirklicher Adrenalinschub eingesetzt und auch sein Hobel setzte Staub an. Mitte 2016 haben wir aus “Langeweile ” die Möhren entstaubt und uns erstmalig an eine ernste Trainingssession gewagt, aber auch hier fehlte das Adrenalin ( Wir wären am liebsten nur mit Motor geflogen )

2017 : Die F5D Saison neigte sich langsam dem Ende und das Thema F5B war irgendwie wieder auf dem Tisch. Christian war dieses mal der Motivator und so kam es, das wir wieder nach langer Pause am Platz waren um F5B zu fliegen. Das Ziel war klar,zeitnah einen Wettbewerb in Holland zu besuchen. Soweit so gut, hätte meine Hardware das Training überlebt wäre es auch so gekommen aber nur zuschauen war mir zu wenig. Es folgte das Kapitel : Wurmloch 2. Der Jahreswechsel 2018/ 2019 war windig. Kai und Ich waren viel Ds fliegen und haben auch unsere Materialbestände dementsprechend verringert….immer wieder sprachen wir über eine harte F5B Möhre für Frontside und Fun Ds (300km/h )….aber da wir beide auf unseren F5B Kisten vielleicht 1 Std Flugzeit hatten , konnten wir gar nicht wirklich beurteilen, was die Flieger können. Wir haben uns vorgenommen bei anstehendem Wetterwechsel das Thema mal anzugehen. Die Zeit flog wieder an uns vorbei, über RCN hab ich gesehen das Ende Mai i.d. Nähe der Hölländischen Grenze ein Contest stattfindet. Wir hatten aber schon Anfang Mai, ups. Ich hab schnell Gerben kontaktiert und ihm unser Situation geschildert (Interesse ist da,Zeit auch aber wir haben keine Logger verbaut und Null training ),er war begeistert und hat uns eingeladen einfach mal mitzufliegen. Danach hab ich Kai gefragt, ob wir uns von den Cracks verprügeln lassen wollen? Er stimmte zu. Damit wird uns aber nicht ganz blamieren, wurde eine Woche vorher ein Trainingstag eingeschoben. Das Reglement hatten wir einigermaßen verstanden, allerdings ist es zu zweit recht tricky F5B zu trainieren da niemand an der B hupt. Die Oldtimer wurden startbereit gemacht. Wie “immer” haben wir mit der Spezial- Formel : pi * Daumen unsere Strecken geflogen, die Thermikaufgabe haben wir uns nach 3min geschenkt um das Landen / Anfliegen zu trainieren. Über die entnommene Akku-Kappazität konnten wir grob unseren Verbrauch (W/min) ermitteln und die Laufzeiten entsprechend am Sender einstellen. Wir beide hatten uns wenig vorgenommen: Prio Nr.1 – Unsere Flieger müssen heile bleiben! Die letzten beiden Plätze hatte ich bereits bei Gerben schriftlich für uns reservieren lassen. 5 Flüge pro Nase haben wir geschafft und dabei schon gemerkt, das es doch reizvoll sein kann die Strecken wirklich sauber zu fliegen. Wir haben Gerben zugesagt. Action :

Wettbewerbstag : Samstag früh aufstehen, ätzend wenn man am Abend vorher noch auf Achse war 😉 Bei Kai angekommen, wurden die Sachen umgeladen und ich machte nochmal schnell ein Powernap im Auto. Der Gastgeber MVC Valkenswaard liegt direkt an der Holländischen Grenze zu Belgien. (Strecken fliegt man in Holland, Thermik über Belgien und landen wieder in Holland,das hat irgendwie was.) Auf dem Gelände angekommen wurden wir direkt freundlich von den anwesenden Piloten und Vereinsmitgliedern empfangen. Für Holländische Verhältnisse war mit 14 Gemeldeten Startern richtig was los. Die Strecke wurde aufgebaut. Kai u Ich mussten erstmal schön grinsen- Ahaaa ,das sind also 150m ! Unsere Formel hatte wohl einen Fehler .Wir haben viiiiel zu kurz geübt 😀 . Die Jungs haben uns den Ablauf kurz erklärt und dann ging es auch direkt ohne Testflug los. Gerben ist vor mir auf P1 gestartet. Ich habe aufmerksam versucht seine Linie zu beobachten um diese dann zu kopieren, mit Luc hatte ich einen Top Caller für die Strecke an meiner Seite ! “Oh Mann”- 150m können echt lang sein, habe mir direkt einen cut eingefangen, die Karre abgestellt und leichten Regen kassiert. Naja,wenigstens die Segelaufgabe und Landung waren volle Punktzahl. Kai machte eine ähnliche Erfahrung im ersten Durchgang. Die gesammelten Eindrücke wurden mit unseren Lehrern (Luc & Gerben ) besprochen um im Nächsten Lauf besser zu werden. im 2ten Durchgang hat Gerben vor mir saubere 50 Strecken hingelegt. Das war definitiv ansehnlich. Wir haben uns in jedem Lauf gesteigert und wurden langsam mit der Aufgabe und den Ansagen des Helfers vertraut. Klar, haben wir beide auch lustige Verpeiler gehabt. Das Landeband z.B wird je nach Windrichtung vorher zum Piloten ausgerichtet. Ich hab in Runde 2 gedacht, es wäre noch zur alten Windrichtung ausgerichtet, das war dumm- Bestrafung folgt sofort. Naja, wenigstens haben Kai und ich im Anschluss gut gelacht, der Flieger lag 10 cm vor dem Ende des Bandes- 30 Landepunkte verschenkt. Kai kämpfte noch ein wenig mit der Streckenaufgabe und der Anlauframpe , sein Teaser mit 10s rennt ganz ordentlich. Willy war so nett und hat Kai einen passenden Propeller verkauft. Der Flieger sollte jetzt easy 44 Strecken schaffen.

Kurz am Rande: ” dies ist einer der Gründe, warum ich immer jedem ( der keine Kontakte zur Szene hat) Rate, einmal auf einen Wettbewerb zu fahren. Man erhält Know How Gratis und manchmal sogar Hardware von sehr hilfsbereiten Leuten !” Im letzten (4ten) Durchgang hab ich zu Luc gesagt : Luc, ich will eine 4 am Anfang.

Luc: Okay, wir fliegen jetzt eng ABER weich. Achja, und keinen 6er,dafür ist deine Kiste zu langsam ! ”

Leider meinte mein Prop sich im 6 Steiger verabschieden zu müssen, (Danke – Murphy) das wars dann mit Attacke…damn. Mein persönliches Ziel, 40 Strecken zu erreichen war wohl in weiter Ferne. Der Weg bis dahin sah mit 17-18er Zeiten im 4 Streckenblock auch nicht verkehrt aus. Bedingt durch etwas Adrenalin habe ich sofort Gerben nach einem “Freundschafts” Reflight gefragt, er stimmte einem Trainingsflug außerhalb der Wettbewerbswertung zu. “Top” dachte ich mir- schnell den Antrieb runterkühlen, Akkus nachdrücken und nochmal attackieren. Der Prop wurde knackig fest angezogen und es ging wieder Richtung A Linie. Diesesmal lief es. 40 Strecken sauber, die 41 hat nicht mehr gepasst, es fehlte aber nicht viel laut Luc. F5B-Competition-check! Die Jungs haben einen entspannten Wettbewerb organisiert, total chillig bei relativ schönem Wetter, mit “Mini catering”vom Verein hatten wir einen lehreichen Tag hinter uns und es näherte sich die Siegerehrung. 11 Piloten sind geflogen, wir haben unsere Modelle und P5 & P7 mit nach Deutschland gebracht. Für uns ein super Tag. Vielen DANK an den Verein, Gerben ,Willy und Luc für eure Tips usw ! Vielleicht sieht mann sich dieses Jahr nochmal .Wenn einer von Euch aktuelles Material los werden möchte, bitte melden !

Technik Part in Kurzform : 10s Antriebe+120HV Regler, Leichte Motoren, Akkus teilweise nur noch 1300mah-1500mah groß, Rümpfe haben fast F5D Abmessungen, Luftschrauben- viel kleiner wie gedacht,Modelle : 85% Avionic, die Flieger sind sehr Leise geworden und mindestens 48 Strecken muss man bringen um vorne mitreden zu können. Ich finde es persönlich schade das ein Vario im Flieger zugelassen wurde, die Limiter Technik ist dank Gerben und seinen Leuten einheitlich geregelt/kontrolliert und somit sind Zweifel bezüglich der Antriebe ausgeschlossen, eine super Sache ! So,das wars von meiner Seite zum F5B” Fremdgehen” 2019, wir werden jetzt erstmal unsere Flieger auf Diät setzen ! Fahrt nach Holland wenn Ihr mal schnuppern wollt, ihr werdet es nicht bereuen !

MfG Jens

Erstellt am 07.06.2019 | Kathegorien: Flugshows & sonstige Event

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